Networking – was ist das genau? Teil 1

| Keine Kommentare

„Networking“ ist die methodische und systematische Pflege eines Kontaktnetzes, von dem Sie privat wie beruflich profitieren können. Personen, die sich miteinander verbunden fühlen, sind wie die Knoten eines Netzes. Dabei symbolisieren die Fäden die Verbindungen zwischen ihnen. Es darf aber nie vergessen werden, dass Networking Austausch von Informationen und Gefälligkeiten ist, dabei müssen Sie genauso bereit sein zu geben wie zu nehmen. Networking kann Ihnen viele Vorteile bringen, aber Ihre Netzwerkpartner wollen auch von ihrer Beziehung zu Ihnen profitieren. Am besten beginnen Sie sofort mit dem Aufbau Ihres Netzwerkes, nicht erst, wenn Sie etwas Spezielles brauchen. So ein Netzwerk besteht aus verschiedenen Teilen:

• Innerbetriebliche Kontakte, das heißt alle Personen in Ihrer Firma, zu denen Sie mehr als nur eine einfache Arbeitsbeziehung haben

• Personen außerhalb Ihres Unternehmens, wie etwa Kunden, Lieferanten oder Mitarbeiter von Wettbewerbsfirmen

• Alle Personen, die Sie privat kennen, also ehemalige Studienkollegen, Freunde, Bekannte und Verwandte

Ein Netzwerk erleichtert Ihren Weg nach oben. Es gibt verschiedene Vorteile, die sich aus den einzelnen Teilen des Netzwerkes ergeben.

Innerbetriebliche Beziehungen:

• Besserer Zugang zu wichtigen Informationen über Vorgänge und Personen führt zu mehr Einfluss

• Bessere Chancen für gute Arbeitsergebnisse

• Unterstützung bei der Abwehr von Intrigen

• Chancen für Jobangebote in anderen Branchen

Außerbetriebliche Beziehungen:

• Karrierechancen in anderen Unternehmen

• Ideen von anderen Firmen übernehmen

• Erweiterung des fachlichen Horizonts

Je größer Ihr Netzwerk ist, desto eher besteht die Chance, dass Sie bei speziellen Problemen genau die Hilfe bekommen können, die Sie benötigen. Diejenigen Beziehungen, die am intensivsten und am persönlichsten sind, können Ihnen die größte Unterstützung und die genaueste Information bieten. Sie müssen andere für sich einnehmen und sich beliebt machen – dies ist eine ganz wichtige Vorraussetzung beim Entstehen eines Beziehungsnetzes. Da jeder Mensch ein anderes Netzwerk hat, eröffnet Ihnen jede einzelne Beziehung die Möglichkeit, weitere Kontakte zu knüpfen. Sie können über Ihre Netzwerkpartner neue Leute kennen lernen und so Ihr Netzwerk in kurzer Zeit deutlich vergrößern. Es hängt ganz von Ihnen ab, wie groß Ihr Netzwerk wird und wie gut die einzelnen Beziehungen sind.

Sie müssen aktiv werden. Warten Sie nicht darauf, dass andere auf Sie zugehen, sondern gehen Sie auf andere zu. Machen Sie Komplimente, loben Sie, hören Sie aktiv zu und halten Sie auch mal Smalltalk! Knüpfen Sie Kontakte: im Beruf, auf Tagungen, bei Einladungen, in Vereinen und Clubs. Ergreifen Sie selbst die Initiative und überlassen Sie nichts dem Zufall. Gleichgültig, ob Sie einen Spezialisten für Augenleiden, einen gewieften Anwalt für Steuerrecht oder Tipps für die Bewerbung beim Unternehmen XY brauchen, der erfolgreiche Netzwerker kennt jemanden, den er um Rat fragen kann.

Wie fange ich an? – Instrumente eines Netzwerkers

Wenn Sie Ihre Netzwerk-Aktivitäten starten, sollten Sie anfangs eher auf Quantität als auf die Qualität achten. Wichtig ist, dass Sie sich darin trainieren, Kontakte zu knüpfen. Ein stabiles Beziehungsnetz setzt echtes Interesse am anderen sowie die Bereitschaft zum gegenseitigen Austausch voraus. Wer nur „nehmen“, aber nicht „geben“ will, wird auf Dauer Schiffbruch erleiden. Außerdem muss die Networking-Strategie zur eigenen Person und zur Lebenssituation passen. Manche haben Angst, als Schnorrer zu gelten, wenn sie durch Beziehungen weiterkommen. Das passiert jedoch nicht, wenn Sie sich jeweils erkenntlich zeigen.

Das Motto heißt: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Möglichkeiten. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass das Gegenseitigkeitsprinzip ein Überlebensprinzip in der menschlichen Evolution ist. Unsere Vorfahren haben gelernt, gemeinsam auf die Jagd zu gehen sowie Nahrung und andere zum Überleben wichtige Dinge zu teilen oder zu tauschen. Dadurch sind wir zu dem hochspezialisierten Wesen geworden, das wir heute sind.

Um erfolgreich netzwerken zu können, müssen Sie herausfinden, was Sie anderen Menschen jeweils bieten können. Machen Sie Listen zu folgenden Themen: Was tue ich gerne? Worüber rede ich gerne? Was sind meine besonderen Fähigkeiten?

Vergessen Sie dabei nicht scheinbar nebensächliche Eigenschaften und Fähigkeiten wie Humor, ein guter Zuhörer zu sein oder auch Hobbys. Gerade Eigenschaften wie Kommunikationsfreude, Hilfsbereitschaft, Teamfähigkeit, Pünktlichkeit und eine positive Ausstrahlung sind für gute Networker Gold wert. Auch auf die richtigen Orte kommt es an. Wenn Sie zum Beispiel auf einer Party sind und dort auf fremde Menschen treffen, mit denen Sie ins Gespräch kommen wollen, werden Ihnen die folgenden Fähigkeiten alle Türen öffnen:

Smalltalk ist der erste Einstieg

Üben Sie den Smalltalk. Fangen Sie so selbstverständlich wie möglich mit dem Gespräch an. Warten Sie nicht zu lange, weil sonst ein unangenehmes Schweigen eintreten kann. Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten, die sich aus der Situation ergeben. Vielleicht haben Sie sich ja denselben Shrimpssalat auf den Teller geladen. „Schmeckt Ihnen das auch so gut?!“ – „Oh ja, ich glaube, wir sollten die Gastgeberin nach dem Rezept fragen.“

Schon ist der Kontakt hergestellt und Sie können weiter plaudern. Denken Sie dabei an Ihre Liste von Dingen, über die Sie gerne reden. Loben Sie andere Menschen, machen Sie ihnen Komplimente. Doch Vorsicht! Loben Sie nur das, was Ihnen auch lobenswert erscheint, sonst wirken Sie unglaubwürdig. Handeln Sie nach dem Leitsatz Benjamin Franklins: „Ich sage über niemanden etwas Schlechtes und über jeden alles Gute, das ich über ihn weiß.“ Um möglichst viel Gutes über die Menschen in Ihrem Netzwerk herauszufinden, helfen Ihnen diese Hilfsmittel: Ein besonders wichtiges Kommunikationsmittel in Sachen Networking ist das Telefon. Seien Sie für andere erreichbar. Wenn Sie selten zu Hause sind, ist es sinnvoll, sich ein Mobiltelefon anzuschaffen. Auch Fax-Gerät, E-Mail-Adresse und Anrufbeantworter sorgen mit dafür, dass Ihnen keine wichtigen Nachrichten, Einladungen, Termine oder Änderungen entgehen.

Netzwerktreffen helfen weiter

Organisieren Sie Netzwerktreffen zu bestimmten Anlässen, wie zum Beispiel einem Jubiläum oder Weihnachten. Nichts ersetzt den regelmäßigen persönlichen Kontakt unter den Netzwerkern, und wer weiß, was Sie bei dieser Gelegenheit wieder über Ihre Mitmenschen erfahren. Kreieren Sie eine Visitenkarte, die zu Ihnen passt. Nehmen Sie dazu das übliche Format, damit Sie sicher sein können, dass Ihre Karte in die handelsüblichen Visitenkartenordner passt. Wenn Sie eine Visitenkarte erhalten, notieren Sie sich auf der Visitenkarte, wann und wo Sie diese Person kennen gelernt haben. So sammeln Sie die ersten wichtigen Informationen für Ihre Datenbank. Sollen Visitenkarten besser am Anfang oder am Ende eines Gesprächs ausgetauscht werden?

Im geschäftlichen Umfeld ist es sinnvoll, dies möglichst früh zu tun, damit die Gesprächspartner genau wissen, mit wem sie es zu tun haben. Bei einer privaten Einladung ist es oft eine nette Geste am Schluss eines Gespräches, mit der Sie signalisieren, dass Sie an weiteren Kontakten interessiert sind.

 

Thomas Schlechter ist Eventtrainer für mentale Kraft, innere Stärke, Spitzenmotivation und Berufscoaching. Seine enerise-Methode steigert die mentale Kraft zur Spitzenmotivation und sorgt für Lifebalance im Alltag. enerise ist ein Motivationstraining für den mentalen Spitzenzustand mit Motivationstrainer Thomas Schlechter. www.enerise.de

Enerise Schlechter
berufliches Coaching
Motivationstraining
www.profi-mentaltraining.de

Share

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


close
Facebook IconYouTube IconTwitter Icon