Christoph Daum


Der Meistermacher Christoph Daum

Christoph Daum erkannte schon früh sein Talent als Trainer.
Mit 28 Jahren beendete er seine aktive Spielerlaufbahn und erwarb den
Trainerschein des DFB. 1981 wurde er Amateurtrainer beim 1. FC Köln.
In der Saison 1985/86 wurde er zum Co-Trainer und 1986 zum Cheftrainer
der undesligamannschaft des 1. FC Köln befördert. Er führte den Verein
zurück an die Spitze der Bundesliga und wurde 1988 mit der Mannschaft
einmal Dritter sowie 1989 und 1990 jeweils Vizemeister. Anschließend
wechselte er zum VfB Stuttgart, mit dem er 1992 seinen ersten und Meister-
titel in Deutschland errang und zudem den Sieg im Supercup feierte. In der
Folgesaison unterlief ihm in der Europapokal-Begegnung gegen Leeds United
ein folgenreicher Fehler: Er wechselte einen (damals regelwidrig) vierten Aus-
länder ein. Auf Grund der Strafe verpasste der VfB die Teilnahme und Daum
musste den Verein verlassen. Daraufhin wurde Daum beim türkischen Fußball-
verein Beşiktaş Istanbul verpflichtet. Unter ihm wurde das Team 1994 türk-
ischer Pokalsieger und Supercup-Sieger. Im Jahr 1995 gewann er mit Beşiktaş
Istanbul noch die Meisterschaft.
Nach den Erfolgen in der Türkei kehrt er wieder zurück nach Deutschland um
vier Jahre lang für Bayer 04 Leverkusen als Trainer zu wirken. In diesen vier
Jahren entwickelt er sich zu einer starken und namhaften Trainerpersönlichkeit
im deutschen Fußball. Mit neuen Trainingsmethoden und persönlichem Einsatz
erzielt er beachtliche Erfolge, die auch von den Kollegen anerkannt werden. Im
Jahr 2000 erhält er als Nachfolger von Erich Ribbeck sogar einen Vertrag als
Trainer der Nationalmannschaft. Er, der sich ganz allein über Jahre an diese
Spitzenposition hochgearbeitet hat, legt sich nun selbst mit der Daum-Affäre eine
Kokain-Stolperfalle in den Weg. Der folgende Absturz verläuft jedoch bei weitem
rasanter als der hart erkämpfte Aufstieg. Sein Fall kostet ihn seine Reputation und
seinen Job.
Die Biographien der meisten Menschen beschreiben Höhen und Tiefen. Diese hat
Christop Daum erfahren und er hat sich am tiefsten Punkt nicht gehen lassen. Nach
dieser persönlichen Talfahrt fand er mit der inneren Kämpfernatur zurück auf seinen
Erfolgskurs.
Er begann direkt von März 2001 bis Mai 2002 ein weiteres Jahr als Trainer bei
Beşiktaş Istanbul zu arbeiten und wechselte anschließend zu Austria Wien (von
Oktober 2002 bis Juni 2003). Mit den Österreichern feierte er das Double aus
Meisterschaft und Pokal.

Ab 1. Juli 2003 arbeitete Christoph Daum als Cheftrainer bei Fenerbahçe Istanbul
und gewann mit dieser Mannschaft 2004 und 2005 die Meisterschaft. Aus gesund-
heitlichen Gründen reichte er zum Ende der Saison 2005/06 seinen Rücktritt ein.
Da engagierte ihn ein Zweitligist, der sich damals in höchster Not befand: der
1. FC Köln. Bei einer Trainertagung bescheinigten ihm einige Kollegen aus der
ersten und zweiten Bundesliga die enorme Erwartungshaltung des Vereins:

„Du hast den schwierigsten Trainerjob Deutschlands.“ Doch entgegen aller Vor-
aussagen gelang dem 1. FC-Köln unter Trainer Christoph Daum die Rückkehr in die
erste Bundesliga.
Personal Coach Thomas Schlechter sagt über die Zusammenarbeit mit dem Trainer:
„Ich habe Christoph Daum als sehr engagierten Trainer und verbindlichen Menschen
kennengelernt, der sein Herz am rechten Fleck hat. Er ist ein Fußballbesessener und
immer auf der Suche nach vollkommener Technik und Zusammenspiel. Er ist ein
Perfektionist, wenn es um Fußball geht. Christoph Daum ist ein Meistermacher.“
Und wer den Werdegang des Meistertrainers verfolgt hat, kann unschwer erkennen,
dass er wieder einen Meister machen möchte. Er weiß wie es geht, er ist selbst
bereit alles zu geben und verlangt auch alles von den Spielern.


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